Das Edelmetall Gold

Als chemisches Element steht es an Stelle 79 im Periodensystem der Elemente und hat die Buchstabenkombination Au als Symbol. Diese stammt vom Lateinischen Aurum. Gemeinsam mit Silber und Kupfer wird Gold auch als Münzmetall bezeichnet.
Gold: Geschichte und Vorkommen
Es ist heute nachgewiesen, dass Gold seit etwa 6000 Jahren gewonnen wird - es ist damit eins der ersten Metalle, welches vom Menschen bearbeitet wurde. Es lässt sich leicht mit anderen Metallen legieren, hat keine zu hohe Schmelztemperatur - Eigenschaften, die Gold neben seiner Farbe und seinem Gewicht auszeichnen und beliebt machen.
Derzeit sind weltweit etwa 2700 Fundorte für Gold bekannt und dokumentiert. Im Jahre 2017 stammten etwa 43% des geförderten Goldes aus nur fünf Staaten: China, den USA, Australien, Kanada und Russland.
Der Goldanteil in der Erdkruste liegt bei etwa 4 Gramm pro 1000 Tonnen Gestein - ein Wert der aber stetig sinken wird, wie die nachfolgende Grafik veranschaulicht.
Link zur Grafik: Quelle: Borvan 53 via WikiCommons unter CC BY-SA 4.0 https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Evolution_minerai_or.svg
Neben der Förderung des Edelmetalls kommt es aber auch vor, dass Gold auch ein „Nebenprodukt“ der Förderung anderer Rohstoffe wie zum Beispiel Kupfer oder Nickel sein kann. Dadurch wird die Ausbeutung solcher Vorkommen erst wirtschaftlich.
Abbau und Förderung
Die Abbaustätten, die Goldminen, in denen Gold industriell abgebaut wird befinden sich entweder Obertage, was selten ist oder Untertage. Bei letzterem werden lange Stollen waagerecht oder schräg ins Erdreich gegraben. Senkrechte Schächte erlauben den Zugang und Abtransport. Solche Minen können mehrere Kilometer tief sein. Zum Beispiel war das Abbaugebiet im südafrikanischen Witwatersrand mit bis zu 4000m lange Zeit die tiefste Goldmine. Der Abbau lohnte sich hier nur bei recht hohen Goldpreisen. Bisher wurden mehr als 50000 Tonnen Gold aus dieser Mine gewonnen.
Bei Lagerstätten, in denen der Abbau Übertage stattfindet, wird ein Trichter in die Erde gegraben. Dies benötigt große Gebiete und auch Abraumhalden für den abgetragenen Boden.
Bis 2007 war Südafrika der größte Goldförderer, seit 2008 haben China, Australien, Russland und die USA Südafrika überholt. Daneben gibt es noch weiter Länder mit kleineren Vorkommen und bekannten Lagerstätten, wie zum Beispiel Indonesien, Brasilien, Peru und Kasachstan.
Die Vorkommen in Europa sind unbedeutend. In Finnland und Schweden sowie Bulgarien sind Vorkommen bekannt, ihre Fördermengen jedoch nicht der Rede wert.
Aktuelle Ankaufskurse
Erhoben am 27.04.2026 12:24
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999er Feingold 128,59 €/g 986er Gold 126,93 €/g 916er Gold 117,90 €/g 900er Gold 115,86 €/g 750er Gold 96,51 €/g 585er Gold 75,27 €/g 416er Gold 53,40 €/g 333er Gold 42,76 €/g 999er Goldbarren 1-2g 128,86 €/g -
Zahngold 96,48 €/g -
999er Feinplatin 55,35 €/g 950er Platin 50,55 €/g 900er Platin 47,04 €/g 750er Platin 38,64 €/g 999er Feinpalladium 38,52 €/g 950er Palladium 36,38 €/g 500er Palladium 17,62 €/g -
999er Feinsilber 2,07 €/g 925er Silber 1,87 €/g 900er Silber 1,81 €/g 835er Silber 1,68 €/g 800er Silber 1,61 €/g 750er Silber 1,50 €/g 625er Silber 1,25 €/g 500er Silber 0,99 €/g
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Bei den Abbauverfahren gibt es verschiedene: Goldwaschen ist die einfachste und schonendste Methode. Bei der Quecksilbermethode treten Quecksilberdämpfe frei, die erhebliche gesundheitliche Folgen nach sich ziehen können. Ähnlich sieht es mit der Cyanidlaugung aus, die enorme Abraumhalden und Staub hinterlassen. Dies kann zu großen Umweltschäden führen.
Besser wird es mit dem Borax-Verfahren, bei dem Gold mit Hilfe von Natriumborat extrahiert wird. Im Anodenschlamm, der bei der Kupfergewinnung anfällt, was erneut die Rentabilität von Kupferminen hervorhebt. Zu guter Letzt ist Recycling die jüngste Methode und wohl diejenige, welche in den kommenden Jahrzehnten den meisten Zuwachse sehen wird, zumindest im Privatgebrauch.
Fazit
Das Edelmetall Gold fasziniert die Menschheit seit 6000 Jahren, hat dabei zu Kriegen und Raubzügen geführt. Sein Wert blieb dabei vor allem einer: unschätzbar und stabil. Es wurde und wird als Rückhalt genutzt für Zentralbanken und ziert Milliarden von Ringfingern. Die Goldvorkommen im Erdreich nehmen ab, die Gewinnung wird zwar effizienter, wird aber über kurz oder lang keine Erträge mehr liefern. Hier muss ein Umdenken stattfinden, was auch für andere Edelmetalle gilt.



